RA Mag. Felix Kandler

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Honorar

Das Honorar des Rechtsanwalts kann grundsätzlich frei vereinbart werden. Die Grenze liegt in der standesrechtlichen Zulässigkeit der Höhe des Honorars. Der österreichische Rechtsanwaltskammertag erließ die Allgemeinen Honorarkriterien (AHK), die wiedergeben, was im Regelfall als angemessenes Honorar betrachtet wird. Gerne gebe ich vor Beginn meiner Tätigkeit eine Einschätzung aus meiner Erfahrung, mit welcher Honorarhöhe üblicherweise zu rechnen ist.

Die AHK sind auf der Homepage  http://www.rechtsanwaelte.at  unter der Rubrik Bürgerservice/Infocorner/Gesetzestexte veröffentlicht. Die tatsächliche Höhe des Honorars kann im Einzelfall abweichen und ist abhängig von der Bemessungsgrundlage. Die Bemessungsgrundlage orientiert sich am Interesse des Mandanten ("worum geht es?"). Die Berechnung erfolgt dabei anhand von Einzelleistungen wie insbesondere Telefonaten, Besprechungen, Briefen, Verträgen oder Schriftsätzen.

In vielen gerichtlichen Verfahren erhält die obsiegende Partei einen Kostenersatz gemäß Rechtsanwaltstarifgesetz (RATG). Bei nur teilweisem Erfolg erfolgt auch nur der teilweise Kostenersatz. Der gerichtlich zugesprochene Kostenersatz kann sich von dem zwischen Mandant und Rechtsanwalt vereinbarten Honorar unterscheiden.

Eine weitere häufige Form der Abrechnung ist die Honorarermittlung auf Zeitbasis (Stunden bzw. Minuten). Dabei erfasst der Rechtsanwalt die gesamte Zeit, die er mit der Bearbeitung des Aktes verbringt und verrechnet diese auf der Basis eines konkret vereinbarten Satzes. Ich verrechne keine "Mindestminuten", sodass ein einminütiges Telefonat auch tatsächlich nur eine Minute kostet. Diese Form der Abrechnung ist oft schon bei Streitwerten von wenigen Tausend Euro günstiger.

Erfolgszuschläge sind insbesondere bei gerichtlichen Verfahren üblich, es ist dem Rechtsanwalt jedoch gemäß  § 879 Abs 2 Z 2 ABGB untersagt, einen Teil des erstrittenen Betrags als Honorar zu vereinbaren.